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Arabisch lernen
04.06.2009

Warum Arabisch lernen

Von Sara Hoffmeier
Bisher gibt es nur wenige Schulen in Deutschland, die Arabisch in ihren Unterrichtstafeln verankert haben. Auch wenn das Erlernen dieser Sprache schwieriger sein mag als Englisch, so zahlt es sich in Zukunft sicher aus, im Arabischen fit zu sein.

Die Zeiten der Wirtschaftskrise, von der alle Länder mittlerweile betroffen sind, bringt nicht nur Verlierer mit sich. Länder, die über viel Kapital verfügen, können die für viele Firmen schwierige Zeit nutzen, um sich Anteile zu sichern.

Besonders die arabischen Länder, allen voran die Golfstaaten gehen bisher als Gewinner der Wirtschaftskrise hervor, indem sie in kränkelnde aber dennoch sehr renommierte Firmen investieren. Vor diesem Hintergrund wird auch deutlich, warum die Arabische Sprache auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Zwar ist die Verhandlungssprache in fast allen Golfstaaten Englisch, dennoch ist es von Vorteil, wenn man die Muttersprache der Verhandlungspartner kann. Die Sprache öffnet Tore. Besonders im Arabischen ist auffällig, dass durch das Nutzen dieser Sprache die Zusammenarbeit noch ein wenig besser funktioniert.

Die Kontakte zwischen Deutschland und den arabischen Ländern werden immer weiter ausgebaut, wobei sich die Kontakte nicht nur auf die Bereiche Wirtschaft und Tourismus beschränken, auch im Bildungs- und Forschungssektor gibt es immer bessere Kooperationen. Mit der wachsenden Bedeutung der arabischen Märkte steigt gleichzeitig auch die Bedeutung, Arabisch bereits im jungen Alter zu lernen.

Bisher gibt es nur wenige Schulen in Deutschland, die Arabisch in ihren Unterrichtstafeln verankert haben. Auch wenn das Erlernen dieser Sprache schwieriger sein mag als Englisch, so zahlt es sich in Zukunft sicher aus, im Arabischen fit zu sein.

Neben der Vermittlung der Sprache sollte man aber auch die Kultur vermitteln, zumindest Einblicke geben und auf Unterschiede und Besonderheiten hinweisen. Gerade im arabischen Sprachraum ist der Aufbau persönlicher Beziehungen von entscheidender Bedeutung. Wer erfolgreich Geschäfte mit arabischen Partnern abschließen möchte, muss bereit sein, auch persönliche Kontakte zu knüpfen. Die Familie spielt eine sehr große Rolle in der arabischen Familie und kann demzufolge auch durchaus mit in Verhandlungen einbezogen werden.

Je früher man also beginnt, sich das Arabische anzueignen und etwas über die Kultur zu lernen, desto bessere Chancen hat man dann, in den Arabischen Ländern einen Arbeitsplatz zu bekommen oder wirtschaftliche Kontakte zu knüpfen.

Leider kann man bisher, außer einige wenige Ausnahmen, Arabisch nur an den Universitäten lernen oder studieren. Diese Sprachausbildung ist jedoch sehr theoretisch gehalten und vermittelt weniger die praktische Anwendung der arabischen Sprache. Das Sprechen lernen viele Studenten nur dann, wenn sie sich zu einem Aufenthalt in einem arabischen Land entscheiden. Würde man der Arabischen Sprache bereits in den Schulen mehr Aufmerksamkeit und Bedeutung zukommen lassen, könnte man bereits vor einem Auslandsaufenthalt besser an den Kommunikationsfähigkeiten arbeiten.

Viele Deutsche unterschätzen bisher noch die steigende Bedeutung des Arabischen und den Einfluss dieser Länder für den deutschen Markt und entscheiden sich demzufolge häufig für ihre Kinder gegen das Arabische.

Wer sich ein wenig für diesen Kulturkreis interessiert und später in die Wirtschaft einsteigen möchte ist mit Arabisch als Fremdsprache neben Englisch sehr gut im Rennen. Vielleicht ziehen auch in Zukunft andere Schulen nach und bieten diese noch immer als exotisch geltende Sprache an.



Arabisch lernen
02.06.2009

Raus mit dem Zungenknoten! (Teil 3)

Unbewusst gerollt ist auch gerollt
Wird im deutschen Ruhrgebiet bayrisch gesprochen? Normalerweise natürlich nicht, aber kennen die Bewohner des Ruhrgebiets nicht das gerollte „r“? Antwort: Jein...

Viele können das mit der Zunge gerollte „r“, wie es im Spanischen und Arabischen vorkommt, originalgetreu aussprechen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Im Ruhrgebietsakzent wird zwar das „r“ nicht mit der Zunge gerollt, dafür aber sprechen die Menschen dieser Region und anderer Regionen in Deutschland einen anderen Buchstaben so wie das gerollte Zungen-„r“. Beispielsweise hören sich „Mutter“ oder „Vater“ hier oft an wie „Mudda“/„Mura“ oder „Vadda“/„Vara“ an, weil die Zungenspitze die obere Zahnreihe nur streift. Und das ist eigentlich das Wesen des Zungen-Rs, nämlich eine gegen die Innenseite der oberen Zahnreihe im Luftstrom flatternde Zungenspitze.

Der Tipp lautet also, „Vater“, „Mutter“ oder „Butter“ möglichst oft auf Ruhrpottdeutsch zu sprechen, um das gerollte r“ zu trainieren!



Arabisch lernen
28.05.2009

Raus mit dem Zungenknoten! (Teil 2)

Wege zum Zungen-R
Und hier der zweite Teil unseres Themas über die typische Herausforderung, mit der sich viele deutsche und französische Arabischlernende konfrontiert sehen, ist das „gerollte R“, das mit der Zungenspitze gebildet wird. Freuen Sie sich auf weitere Antworten auf die Frage: Wie bekommt man es hin?
Die korrekte Aussprache des nicht mit dem Gaumenzäpfchen, sondern mit der Zunge gerollten „R“ ist im Arabischen nicht unwichtig, da sich sonst gewisse Begriffe gleich anhören, z.B. „Saghîr“ („klein“) und „sarîr“ („Bett“). Heute gibt es weitere Tricks, sich dieses Zungen-R anzueignen, diesmal aus einem Fremdsprachen-Forum im Netz: Bei den einen klappt das Erlernen des Zungen-R fast auf Anhieb, bei anderen dauert es halt ein paar Wochen fleißigen Übens – das ist kein Grund es nicht zu probieren.