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Arabisch lernen
01.07.2009

Teufelsaustreibung leicht gemacht

Interaktivität im Unterricht nutzen
Film und Radio sind eine gute Ergänzung zu den Methoden des Fremdsprachenlernens. Welche Ohnmachtsgefühle dabei entstehen können, welche Alternative es gibt und was das mit dem Teufel zu tun hat, erfahren Sie hier.

Eine gute Methode, die eigene Fremdsprachenkompetenz zu vertiefen und das Hörverständnis zu schärfen ist bekanntlich, sich Filme und Radiosendungen der jeweiligen Fremdsprache zu Gemüte zu führen. Dabei gibt es jedoch nicht nur das Problem, dass man als Neuling noch nicht auf Anhieb erkennen kann, ob in dem jeweiligen Film die Standardsprache anstelle irgendeines Dialektes benutzt wird. Frustrierend kann es zudem auch sein, in nicht-aufgezeichneten Medien nicht zurückspulen zu können, um Nichtverstandenes mehrmals anzuhören, oder um es zwecks Bewusstseinsvertiefung nachzusprechen. Auch bei aufgezeichnetem Material möchte man oftmals am liebsten den/die Sprecher/in fragen, was im Einzelnen dasjenige bedeutet, was er/sie gerade gesagt hat, und warum es so und nicht anders gesagt wurde.

Und nun die frohe Kunde: Genau dies alles ist mit einem Privatlehrer möglich. Seien Sie beispielsweise ermutigt, Ihrem Dozenten so viel Arabisches wie möglich, das er zwischendurch von sich gibt, unaufgefordert nachzusprechen. So kann er Rückschlüsse darauf ziehen, ob akustisch alles richtig ankommt, und Sie merken es sich dadurch besser und gewöhnen Zunge und Geist noch mehr an das Arabische. Oder bitten Sie ihn, den jeweiligen Satz zu wiederholen, bzw. woher dieses oder jenes Wort kommt, denn es könnte ja tatsächlich neu sein. Unterbrechen Sie ruhig und fragen Sie nach Einzelheiten, denn – und gerade beim Arabischen: Oft steckt der Teufel im Detail.



Wirtschaft
30.06.2009

Gigantomanien und Beinahe-Rettungen

Die neuen arabischen Phänomene
Woran kann man erkennen, dass die arabische Welt wieder dabei ist, das Gesicht der Zivilisation mitzuprägen? Bei dieser Frage bleibt der Hinweis auf größenwahnsinnig anmutende Projekte und Rettungen westlicher Firmen durch arabische Investoren nicht aus.

So wie man in New York neuerdings hier und da begonnen hat, seine Kindern durch eigens ausgesuchte chinesischen Kindermädchen auf den chinesischen Vormarsch in der Weltwirtschaft vorzubereiten, könnten so manche Eltern auf eine ähnliche Idee bezüglich der Vorbereitung auf den Kontakt mit dem arabischen Teil der außerirdischen, Entschuldigung: nicht-westlichen Zivilisation kommen. Mit Recht, denn dass ein großer Teil der arabischen Welt im Aufbruch und im begriff ist, die restliche Welt stärker als je zuvor wirtschaftlich und kulturell zu beeinflussen, zeigen Medienberichte und auch das «arabisch-magazin» immer wieder an Beispielen und Phänomen, die wie Mosaiksteine ein Bild ergeben, das diesen Aufbruch bestätigt. Dies schlägt sich mal in positiven, mal in weniger positiven Schlagzeilen nieder.

Dass man in Libanon daran denkt, der extraordinären Weltmetropole Dubai in puncto Gigantomanie Konkurrenz zu machen, betitelt „Spiegel Online“ mit: Künstliche Insel empört Umweltschützer. Währenddessen gibt es Nachrichten, die positiver oder neutral betitelt werden, wie z.B. der Kauf eines Magdeburger Flughafens durch einen arabischen Investor, durch welchen bis zu 200 Arbeitsplätze geschaffen werden sollten: Siehe hier und hier. Leider ist der Deal inzwischen geplatzt: Mehr dazu



Verschiedenes
26.06.2009

Arabisch als zweite Fremdsprache an Schulen

Kopenhagener Schulen wagen eine Pionierleistung
Wie aus einem Science-Fiction-Roman mutet die Nachricht an, dass eine Schule regulären Arabisch-Unterricht als Zweite Fremdsprache direkt nach Englisch einführt. Utopie? Nicht mehr - jedenfalls nicht in Kopenhagen.

Beim Begriff der "Zweiten Fremdsprache" an den Schulen denkt man sofort an Französisch oder Latein. Wie langweilig, weiß so mancher Schüler zu klagen. Vielleicht wagt die ein oder andere Schule außerdem noch Spanisch oder Russisch. Wie aus einem Science-Fiction-Roman mutet aber die Nachricht an, dass eine Schule regulären Arabisch-Unterricht als Zweite Fremdsprache direkt nach Englisch einführt.

Doch mehr als scheint jetzt gerade zu geschehen. Mitten in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen hat der stellvertretende Bürgermeister Kjeldgaard alle Räder in Gang gesetzt, um an allen (!) weiterführenden Schulen Arabisch als zweite Fremdsprache einzuführen. Schon im neuen Schuljahr soll es losgehen.

Neben integrationspolitischen Gründen hat der Kopenhagener Vize-Bürgermeister erkannt und führt dies auch ausdrücklich als einen der Hauptgründe an: Arabisch-Kenntnisse von Schulabgängern könnten ein großer Vorteil für die Handelsbeziehungen dänischer Unternehmen mit dem arabischem Raum sein.