Verschiedenes
16.04.2009
Studien: Arabische Sprache auf der Überholspur
Internet wird immer arabischer
Das weltweite Datennetz ist ein Spiegel der Wirklichkeit, und zwar einschließlich des nicht immer sichtbaren Teils der Wirklichkeit. Eine neue sprachliche Facette derselbigen wurde kürzlich entdeckt.
Arabisch befindet sich im Internet auf der Überholspur. Ein Bericht des renommierten Nachrichtenhauses ChannelPartner zitiert die „Internet World Stats“, dem zufolge sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die arabische Sprache in der Internet-Verbreitung eines Rekordwachstums von 2062% erfreue (!):
Zum Bericht.
Kultur
13.04.2009
Ein großes Herz für Arabien
Arabisches gehört zum Trend
Dem Zauber des Orientalischen und Arabischen konnten selbst die vielen turbulenten Ereignisse der letzten Jahre wenig anhaben.
Zumindest behält die Vernunft bei den Menschen im Westen insofern die Oberhand, als dass sie sich nicht von Vorurteile schürenden Tendenzen haben verrückt machen lassen. Dafür gibt es viele Indizien, und zwar nicht nur, dass erstmals ein US-Präsident mit orientalisch-muslimischem Hintergrund gewählt worden ist. Auch kleine Dinge zeigen immer wieder, dass die Liebe zum Orientalischen und Arabischen in den Herzen der Menschen nach wie vor wach ist: Arabische Schriftzüge und Ornamentik zieren mittlerweile die Sweat-Shirts vieler junger Leute, Hennabemalung erfreut sich einem in den letzten Jahren deutlich gewachsenen Interesse, und nicht zu vergessen ist die Begeisterung für das indisch-arabeske Bollywood-Kino. Unter Jugendlichen gibt es neuerdings einen um sich greifenden Trend, der ebenfalls die Sympathie für arabische Kultur im Westen dokumentiert: Die Wasserpfeife (Leider ungesund, darum lieber nicht!). Arabisch zu lernen ist also auch in dieser Hinsicht ein Abenteuer: Es kann im Umfeld sowohl von Vorurteilen bewölktes Stirnrunzeln auslösen als auch für glänzende Augen und eine Hebung des Prestiges sorgen. Am besten ist daher, man sagt sich bei den Stirnrunzlern „Jetzt erst rec0ht!“, und genießt beides...
Wirtschaft
12.04.2009
Hilfe, wir werden Arabisch!
Die Teil-Arabisierung der deutschen Wirtschaft
Ausgerechnet in diesen wirtschaftlich angespannten Zeiten haben Arabischlernende gut lachen. Denn sie erblicken in den derzeitigen Entwicklungen auf der Welt ein leuchtendes Zeichen nach dem anderen, das ihnen bewusst macht, dass sie sich nicht nur eine kulturell und ästhetisch faszinierende Sprache, sondern auch ein verheißendes Stück Zukunft aneignen.
Es nicht einmal nötig in die exotische Ferne zu schweifen, um die Zukunftsträchtigkeit des Arabischen zu spüren. So mancher Fabrikarbeiter mitten in Deutschland kann ein Liedchen davon singen, wie das mittelständische oder große Unternehmen seines Arbeitsplatzes Geschäftsbesuche von Investoren aus den Golfstaaten bekommt und deren Rundgänge in den Produktionsstätten vor Ort natürlich nicht ausbleiben - so dass Chefs kurz vor solchen Besuchen hektisch und händeringend nach Orientalen in der Belegschaft suchen, die mit dem hohen Besuch ein arabisches Wörtchen wechseln könnten. Letzterer beherrscht meist zwar Englisch, aber es ist ja bekannt, wieviel Eis man in der arabischen Welt mit ein paar Brocken Arabisch brechen kann.
Sogar brandaktuell ist die von der deutschen Bevölkerung und Politik interessanterweise nicht ohne Wohlwollen registrierte gewisse „Arabisierung“ von Teilen der deutschen Wirtschaft: Die Verhandlungen um einen Einstieg des Golfemirats Abu Dhabi bei Opel laufen auf Hochtouren, und NRW-Ministerpräsident kommt aus dem Rühren der Werbetrommel hierfür kaum heraus. Und seit Kurzem freut sich auch ein Wahrzeichen der deutschen Automobilindustrie, „arabischer“ als je zuvor geworden zu sein: Daimler.
Welchen Widerhall die ökonomische Arabisierung in den Medien findet und was es noch so Interessantes in diesem Zusammenhang zu berichten gibt, sei wenigstens im Ansatz an einigen Nachrichtenlinks gezeigt:
Während die traditionellen Währungen täglich vom Abrutschen in Richtung Wertlosigkeit bedroht sind und alternative Anlageformen wie z.B. Edelmetalle nicht ohne Risiken sind (nicht zuletzt für Leib und Leben), erweisen sich Wissen und Fähigkeiten somit, neuerdings besonders im Bereich der arabischen Sprache, als ein wichtigeres Kapital als je zuvor.