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Kultur
17.05.2009

Sprache ist die Musik

Arabien sucht den Superdichter
Spricht man als reisender Europäer mit arabischen Menschen in ihrer Sprache, entgeht kaum jemandem, dass man damit oftmals arabische Herzen im Sturm erobern kann. Woran das liegen mag?
Mit Englisch-Kenntnissen lockt man als Englischlernender keinen Engländer oder Amerikaner mehr hinter dem Ofen hervor. Spricht man als reisender Europäer jedoch mit arabischen Menschen in ihrer Sprache, entgeht kaum jemandem, dass man damit oftmals arabische Herzen im Sturm erobern kann (wenigstens für den Augenblick). Wer sich fragt, woran das wohl liegen mag, findet einen Teil der Antwort darin, dass Sprache und Kommunikation ein seit vielen Jahrhunderten geliebtes und gepflegtes Kulturgut der arabischen Welt sind. Ein schönes Beispiel: Deutschland sucht den Superstar. Und wer sucht den Superdichter? Arabien! Wer’s nicht glaubt, lese selbst: Zum Artikel


Wirtschaft
13.05.2009

Weltzukunft in arabischen Farbtönen?

Die Welt ist im Umbruch und wird bunter
Schon heute ist Saudi-Arabien in den G20 der Industrieländer vertreten, womit eine arabische Stimme existiert, die zu den Entwicklungen in der Welt einen spürbaren Beitrag leistet. Doch einiges spricht dafür, dass die Welt noch ein wenig „arabischer“ werden wird.

Es fällt heutzutage nicht schwer, der arabischen Sprache und Kultur eine helle Zukunft zu weissagen, nicht nur aus ästhetischen und intellektuellen Gründen, sondern auch weil immer mehr Experten der Ansicht zustimmen, dass das Gesicht der Welt im Begriff ist, sich zu verändern. Der Schwerpunkt des wirtschaftlichen und politischen Einflusses ist demnach kurz davor, sich nach Asien zu verlagern. Es fallen bereits die ersten Nennungen von Zeiträumen, innerhalb derer sich die Veränderungen voraussichtlich sichtbar vollziehen würden, so dass beispielsweise von 20 Jahren die Rede ist. Dies kommt auch den arabischen Ländern zugute, und interessanterweise nicht nur den Golfstaaten. So wird beispielsweise Ägypten, das bevölkerungsreichste Land der arabischen Welt, schon seit einigen Jahren zu den „Next Eleven“ (N-11) gezählt, also zu den elf Ländern, deren derzeitige Entwicklung einen ähnlich rasanten Aufschwung erwarten lässt, wie ihn China und Indien derzeit erleben. Tatsächlich ist Ägypten nach Südafrika das am stärksten industrialisierte Land seines Kontinents und prescht insbesondere auf dem Gebiet der modernen Informationstechnik vor.

Zudem ist Ägypten Mitglied in G20 der Schwellenländer. In der Wikipedia heißt es dazu: Während der WTO-Konferenz in Cancún entwickelte sich die Gruppe insbesondere auf dem Gebiet der Agrarpolitik zu einem ernsthaften Gegenspieler der bislang tonangebenden Staaten innerhalb der WTO. Da die Vorschläge der USA und der EU zum Abbau ihrer Agrarsubventionen und zur Öffnung ihrer Märkte für Agrarprodukte aus Ländern der G20 nicht den Ergebnissen der Doha-Runde entsprachen, kam es, nicht zuletzt auf Grund der Geschlossenheit der Länder in der Gruppe, zum Scheitern der Verhandlungen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Auftauchen sechs anderer Länder auf der Liste der „Next Eleven“, nämlich Bangladesch, Indonesien, Iran, Nigeria, Pakistan und Türkei. Und zwar interessant deshalb, weil alle sechs historisch und in der Gegenwart mit der arabischen Sprache und Kultur eng verknüpft sind. Zum Nachschlagen:
Infos über die Next Eleven und Infos über Ägypten



Arabisch lernen
10.05.2009

Das richtige Alter zum Arabischlernen

Rentenalter bietet große Vorteile - früh anfangen ist trotzdem besser
Dafür, dass man auch in hohem Alter noch erfolgreich eine Fremdsprache erlernen kann, gibt es viele wandelnde Beispiele. Hingegen fühlt sich so mancher schon mit 35 Jahren zu alt zum Lernen. Andere wiederum schieben die Erfüllung ihres Traums Jahrzehnte lang vor sich her. Was ist das richtige Alter, um Sprachen zu lernen?
Auf diese Frage ist eine eindeutige Antwort weniger möglich, als man denkt. Aus neurobiologischer Sicht ist zwar klar, dass junge Menschen unter 30 beim Sprachenlernen z.B. Rentnern gegenüber klar im Vorteil sind. Allerdings wäre eine Beschränkung auf die neurobiologische Sicht etwas einseitig. Denn wenn auch die Lernprozesse älterer Menschen langsamer voranschreiten, so ist nicht nur festzuhalten, dass sie immerhin voranschreiten, sondern auch, dass sie den Geschwindigkeitsunterschied wettmachen können: Rentner haben oftmals mehr Zeit und Ruhe zum Lernen, gehen an die Sache entspannter heran, erleben Lernerfolge bewusster und haben mit der neuen Sprache so vielleicht auch eine noch größere Freude. – Das „richtige Alter“ zur Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit durch das Lernen einer neuen Sprache ist also irgendwie „fast immer“. Und gleichzeitig gilt besonders für jene, welche die Fähigkeit des jungen Hirns nutzen wollen, die Beherrschung einer neuen Sprache bis in die Nähe muttersprachlicher Qualität zu treiben: Je früher, desto besser.