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Wirtschaft
02.04.2009

Karriereturbo Arabisch – aber wie?

Gute Arabischkenntnisse in berufliche Vorteile verwandeln
Wie könnte sich Arabisch beruflich am besten verwerten lassen? Gerade für werdende Berufsanfänger spielt diese Frage eine Rolle. Guter Rat muss hier aber nicht teuer sein.

Es ist mittlerweile unstrittig, dass die Ergänzung einer beruflichen Ausbildung durch gute Kenntnisse der arabischen Sprache dem Profil eines gebürtigen Europäers einen kräftigen Glanz verleihen kann. Wer die arabische Sprache aus beruflichen Gründen gewählt hat, wird meist wissen, warum er sich für sie entschieden hat. Andere dagegen haben berufliche Einsatzmöglichkeiten nur diffus im Sinn gehabt oder sich zunächst sogar einfach wegen der Schönheit dieser Sprache oder aus Liebe zu der überaus interessanten arabischen Kultur für sie entschieden und möchten aus ihren Kenntnissen den maximalen Vorteil ziehen und fragen sich: Wie könnte sich Arabisch beruflich am besten verwerten lassen? Gerade für werdende Berufsanfänger spielt diese Frage eine Rolle. Darum ein paar Tips, welche die enormen Möglichkeiten bereits ein wenig erahnen lassen: Wonach oft angefragt wird, sind Übersetzungstätigkeiten, sowohl mündlich als auch schriftlich. Übersetzungsbüros sind also ein Stichwort, aber auch die Selbstständigkeit als Freie(r) Übersetzer(in). Mit Praktika bei staatlichen oder übernationalen Organisationen (Amnesty International, UNO etc.) lassen sich sicher auch Kontakte zur Diplomatie knüpfen, wo die Stichwörter Übersetzung und Dolmetschen ebenfalls eine große Rolle spielen.

Auch in den Medien sind Journalisten mit Arabisch-Kenntnissen gefragt. Der Spiegel-Online-Redakteur Yassin M. beispielsweise ist damit schon weit gekommen, obwohl ein Großteil seiner Beiträge Zusammenfassungen von Diskussionen in politisch relevanten arabischen Internetforen sind. Aber außer ihm kann in der Spiegel-Redaktion eben keiner in den konspirativen Online-Treffs mitlesen. Oder: Vor einiger Zeit hatte der BND eine große Stellenausschreibung, in der Arabisch-Kenntnisse groß geschrieben wurden. Ähnlich wird es wohl beim Verfassungsschutz sein. (Ob die entsprechenden Tätigkeiten moralisch okay sind, ist natürlich eine andere Frage.) Und in der Wirtschaft kommen alle Firmen in Frage, die in arabischen Ländern aktiv sind oder arabische Geschäftspartner haben. Und das sind unzählbar viele. Vielleicht helfen folgende Links dabei, entsprechende Kontakte zu knüpfen:

Was man nicht vergessen sollte: Sprachen sprechen allein reicht natürlich in vielen Fällen nicht, sondern sollte eher eine zusätzliche Fähigkeit zu einer Hauptqualifikation darstellen. Hier kann man dann aber fast beliebig kombinieren: Der arabischsprechende Jura-Absolvent, der sich als Anwalt auf Ausländerrecht spezialisiert; der Hausarzt, der seinen Patientenkreis durch seine Beliebtheit bei der arabischstämmigen Bevölkerung erweitert; der Informatiker, der Betriebssystemkomponenten ins Arabische übersetzt, oder, oder, oder…



Arabisch lernen
31.03.2009

Leichter als man denkt

Wie harmlos die arabische Sprache wirklich ist
Zunächst möchte man es kaum glauben, aber es spricht vieles dafür, dass Arabisch gar nicht allzu schwer ist. Dies zeigt ein Vergleich mit anderen Sprachen.

Zugegeben, Englisch oder Italienisch sind einfacher „gestrickt“. Natürlich ist auch die arabische Sprache nur mit Fleiß und Mut gut lernbar. Und natürlich scheint sie so manchem zunächst wie ein Buch mit sieben Siegeln, und so manche Lehrmethode lässt das Arabische kompliziert und wie ein undurchdringliches Dickicht erscheinen. Doch ist dies abgesehen von der jeweiligen didaktischen Methode auch auf einen recht trügerischen Faktor zurückzuführen: Die Gewohnheit. Man muss als Europäer in der Tat ein wenig umdenken, z.B. von rechts nach links lesen und Verben und Adjektive im Satz an andere Stellen als in der Muttersprache setzen. Wir haben es also mit einer Frage der Gewöhnung (und somit einer Frage der Zeit) zu tun. Dass dies mit Kompliziertheit nichts zu tun hat, sieht man daran, dass der arabische Student mit westeuropäischen Sprachen ähnliche Probleme hat wie der Westeuropäer mit dem Arabischen. Hocharabisch ist überwiegend sogar deutlich einfacher als Hochdeutsch! Nur einige Beispiele:

Wie glücklich man sich als Arabischlernende(r) im Vergleich zu Deutschlernenden schätzen kann, ahnt man vielleicht in dem berühmten, mit einem kräftigen Schuss Ironie gewürzten Aufsatz von Mark Twain.



Kultur
11.03.2009

Arabisch wird immer wichtiger

Phänomene einer steigenden Relevanz
Die arabische Sprache – insbesondere Hocharabisch – nimmt unaufhaltsam an Wichtigkeit zu. Diesen Eindruck erhält man beim Anblick aktueller Entwicklungen, die teils historisch einmalig sind.

In der Weltwirtschaft spielen arabische Banken und Unternehmen mittlerweile eine unübersehbare Rolle, und die Golfregion erlebt einen beispiellosen Boom. Auch abgesehen davon rückt im Zuge der Globalisierung die Welt immer näher zusammen, so dass die arabische Kultur, welche der europäischen schon geographisch näher steht als z.B. der Ferne Osten, unausweichlich einen der nächstliegenden Gesprächspartner darstellt. Dies und noch mehr (auch nicht zuletzt gegenwärtige politische Entwicklungen) ist der Grund, warum auch die Hochschätzung Arabisch sprechender Europäer stark zunimmt. Schon jetzt werden diese versierten Persönlichkeiten sowohl von staatlichen als auch wirtschaftlichen Institutionen händeringend gesucht.

Nicht nur, dass die Medien die hochwichtige Rolle des Arabischen erkannt haben, wie z.B. das Handelsblatt. Mehr noch: Die ersten Schulen mitten in Deutschland führen Arabisch-Unterricht ein, und das nicht etwa erst ab der Oberstufe. Lassen Sie sich in Staunen versetzen: Zum Artikel