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Wirtschaft
12.04.2009

Hilfe, wir werden Arabisch!

Die Teil-Arabisierung der deutschen Wirtschaft
Ausgerechnet in diesen wirtschaftlich angespannten Zeiten haben Arabischlernende gut lachen. Denn sie erblicken in den derzeitigen Entwicklungen auf der Welt ein leuchtendes Zeichen nach dem anderen, das ihnen bewusst macht, dass sie sich nicht nur eine kulturell und ästhetisch faszinierende Sprache, sondern auch ein verheißendes Stück Zukunft aneignen.

Es nicht einmal nötig in die exotische Ferne zu schweifen, um die Zukunftsträchtigkeit des Arabischen zu spüren. So mancher Fabrikarbeiter mitten in Deutschland kann ein Liedchen davon singen, wie das mittelständische oder große Unternehmen seines Arbeitsplatzes Geschäftsbesuche von Investoren aus den Golfstaaten bekommt und deren Rundgänge in den Produktionsstätten vor Ort natürlich nicht ausbleiben - so dass Chefs kurz vor solchen Besuchen hektisch und händeringend nach Orientalen in der Belegschaft suchen, die mit dem hohen Besuch ein arabisches Wörtchen wechseln könnten. Letzterer beherrscht meist zwar Englisch, aber es ist ja bekannt, wieviel Eis man in der arabischen Welt mit ein paar Brocken Arabisch brechen kann.

Sogar brandaktuell ist die von der deutschen Bevölkerung und Politik interessanterweise nicht ohne Wohlwollen registrierte gewisse „Arabisierung“ von Teilen der deutschen Wirtschaft: Die Verhandlungen um einen Einstieg des Golfemirats Abu Dhabi bei Opel laufen auf Hochtouren, und NRW-Ministerpräsident kommt aus dem Rühren der Werbetrommel hierfür kaum heraus. Und seit Kurzem freut sich auch ein Wahrzeichen der deutschen Automobilindustrie, „arabischer“ als je zuvor geworden zu sein: Daimler.

Welchen Widerhall die ökonomische Arabisierung in den Medien findet und was es noch so Interessantes in diesem Zusammenhang zu berichten gibt, sei wenigstens im Ansatz an einigen Nachrichtenlinks gezeigt:

Während die traditionellen Währungen täglich vom Abrutschen in Richtung Wertlosigkeit bedroht sind und alternative Anlageformen wie z.B. Edelmetalle nicht ohne Risiken sind (nicht zuletzt für Leib und Leben), erweisen sich Wissen und Fähigkeiten somit, neuerdings besonders im Bereich der arabischen Sprache, als ein wichtigeres Kapital als je zuvor.



Wirtschaft
02.04.2009

Karriereturbo Arabisch – aber wie?

Gute Arabischkenntnisse in berufliche Vorteile verwandeln
Wie könnte sich Arabisch beruflich am besten verwerten lassen? Gerade für werdende Berufsanfänger spielt diese Frage eine Rolle. Guter Rat muss hier aber nicht teuer sein.

Es ist mittlerweile unstrittig, dass die Ergänzung einer beruflichen Ausbildung durch gute Kenntnisse der arabischen Sprache dem Profil eines gebürtigen Europäers einen kräftigen Glanz verleihen kann. Wer die arabische Sprache aus beruflichen Gründen gewählt hat, wird meist wissen, warum er sich für sie entschieden hat. Andere dagegen haben berufliche Einsatzmöglichkeiten nur diffus im Sinn gehabt oder sich zunächst sogar einfach wegen der Schönheit dieser Sprache oder aus Liebe zu der überaus interessanten arabischen Kultur für sie entschieden und möchten aus ihren Kenntnissen den maximalen Vorteil ziehen und fragen sich: Wie könnte sich Arabisch beruflich am besten verwerten lassen? Gerade für werdende Berufsanfänger spielt diese Frage eine Rolle. Darum ein paar Tips, welche die enormen Möglichkeiten bereits ein wenig erahnen lassen: Wonach oft angefragt wird, sind Übersetzungstätigkeiten, sowohl mündlich als auch schriftlich. Übersetzungsbüros sind also ein Stichwort, aber auch die Selbstständigkeit als Freie(r) Übersetzer(in). Mit Praktika bei staatlichen oder übernationalen Organisationen (Amnesty International, UNO etc.) lassen sich sicher auch Kontakte zur Diplomatie knüpfen, wo die Stichwörter Übersetzung und Dolmetschen ebenfalls eine große Rolle spielen.

Auch in den Medien sind Journalisten mit Arabisch-Kenntnissen gefragt. Der Spiegel-Online-Redakteur Yassin M. beispielsweise ist damit schon weit gekommen, obwohl ein Großteil seiner Beiträge Zusammenfassungen von Diskussionen in politisch relevanten arabischen Internetforen sind. Aber außer ihm kann in der Spiegel-Redaktion eben keiner in den konspirativen Online-Treffs mitlesen. Oder: Vor einiger Zeit hatte der BND eine große Stellenausschreibung, in der Arabisch-Kenntnisse groß geschrieben wurden. Ähnlich wird es wohl beim Verfassungsschutz sein. (Ob die entsprechenden Tätigkeiten moralisch okay sind, ist natürlich eine andere Frage.) Und in der Wirtschaft kommen alle Firmen in Frage, die in arabischen Ländern aktiv sind oder arabische Geschäftspartner haben. Und das sind unzählbar viele. Vielleicht helfen folgende Links dabei, entsprechende Kontakte zu knüpfen:

Was man nicht vergessen sollte: Sprachen sprechen allein reicht natürlich in vielen Fällen nicht, sondern sollte eher eine zusätzliche Fähigkeit zu einer Hauptqualifikation darstellen. Hier kann man dann aber fast beliebig kombinieren: Der arabischsprechende Jura-Absolvent, der sich als Anwalt auf Ausländerrecht spezialisiert; der Hausarzt, der seinen Patientenkreis durch seine Beliebtheit bei der arabischstämmigen Bevölkerung erweitert; der Informatiker, der Betriebssystemkomponenten ins Arabische übersetzt, oder, oder, oder…



Arabisch lernen
31.03.2009

Leichter als man denkt

Wie harmlos die arabische Sprache wirklich ist
Zunächst möchte man es kaum glauben, aber es spricht vieles dafür, dass Arabisch gar nicht allzu schwer ist. Dies zeigt ein Vergleich mit anderen Sprachen.

Zugegeben, Englisch oder Italienisch sind einfacher „gestrickt“. Natürlich ist auch die arabische Sprache nur mit Fleiß und Mut gut lernbar. Und natürlich scheint sie so manchem zunächst wie ein Buch mit sieben Siegeln, und so manche Lehrmethode lässt das Arabische kompliziert und wie ein undurchdringliches Dickicht erscheinen. Doch ist dies abgesehen von der jeweiligen didaktischen Methode auch auf einen recht trügerischen Faktor zurückzuführen: Die Gewohnheit. Man muss als Europäer in der Tat ein wenig umdenken, z.B. von rechts nach links lesen und Verben und Adjektive im Satz an andere Stellen als in der Muttersprache setzen. Wir haben es also mit einer Frage der Gewöhnung (und somit einer Frage der Zeit) zu tun. Dass dies mit Kompliziertheit nichts zu tun hat, sieht man daran, dass der arabische Student mit westeuropäischen Sprachen ähnliche Probleme hat wie der Westeuropäer mit dem Arabischen. Hocharabisch ist überwiegend sogar deutlich einfacher als Hochdeutsch! Nur einige Beispiele:

Wie glücklich man sich als Arabischlernende(r) im Vergleich zu Deutschlernenden schätzen kann, ahnt man vielleicht in dem berühmten, mit einem kräftigen Schuss Ironie gewürzten Aufsatz von Mark Twain.