Wirtschaft
13.07.2009
Es rappelt im nordafrikanischen Ei
Das Sahara-Solarprojekt könnte bedeutende Veränderungen hervorrufen
In diesen Tagen stehen wichtige Entscheidungen bevor. Sie könnten den Verlauf der Geschichte und die globale Rolle der Arabischen Welt deutlich beeinflussen. Das Arabische und Orientalische wird wohl weniger ignoriert werden können als je zuvor.
Bisher waren es vor allem die Golfstaaten, die in der arabischen Welt den wirtschaftlichen Aufstieg symbolisierten: Dubai, Abu Dhabi, Qatar, Saudi-Arabien... Allenfalls Ägypten, das am zweitstärksten industrialisierte Land des afrikanischen Kontinents, konnte in den letzten Jahren ein wenig die Aufmerksamkeit von Wirtschaftsexperten auf sich ziehen. Doch nun rappelt es im nächsten Ei, aus dem weitere arabische einflussreiche Energielieferanten schlüpfen wollen: Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen sind die idealen Kandidaten eines der spannendsten Energie-Projekte des 21. Jahrhunderts: Sahara-Strom.
E.on-Manager Frank Mastiaux nennt es in Spiegel Online eine „großartige Idee“, die Kraft der nordafrikanischen Sahara-Sonne für die Erzeugung von Strom zu nutzen. Im selben Artikel meldet Spiegel online: „Deutsche Großkonzerne planen ein gigantisches Öko-Projekt: Am Montag werden sie ein Konsortium gründen, um in der Sahara Solarstrom zu erzeugen.“ (Hier zum Artikel).
Für alle, die dem Aufstieg des nordafrikanischen Arabiens mit welchen Gefühlen auch immer entgegenblicken, kann es also noch hochinteressant werden.
Wirtschaft
07.07.2009
Die „ökologisch-arabische“ Zukunft
Arabische Welt übernimmt eine wichtige ökologische Rolle
„Arabien“ wird zum Zentrum der ökologischen und somit eines Kernaspekts der Zukunft dieses Planeten. Diesen Eindruck erhält man in Anbetracht der Tatsache, dass seit Kurzem feststeht: Die „Internationale Organisation Energie für Erneuerbare Energien“ zieht nach Abu Dhabi. Eine weitere Perle in einer Kette von Beispielen, die nahelegen, dass es an der Zeit ist, sich auf ein (auch) arabisches Zeitalter einzustellen.
Zuletzt lieferten sich Deutschland und Abu Dhabi ein Kopf-an-Kopf-Rennen darum geliefert, die Heimat von „Irena“ zu werden, der „Internationalen Organisation Energie für Erneuerbare Energien“ zu werden. Delegierte aus 130 Ländern fällten nun die Entscheidung, in - wen wundert's - einem arabischen Land, genauer gesagt im ägyptischen Scharm El-Scheich: Die Energie-Agentur geht nach Abu Dhabi.
Man ahnt, dass die arabische Welt ihre Wichtigkeit bei der Versorgung des Planeten mit Energie nicht verlieren wird, auch nicht, wenn das Erdöl tatsächlich einmal ausgehen wird. Dieser Eindruck verstärkt sich bei Medienberichten, die besagen, dass in Kürze arabische Wüsten dem europäischen Kontinent als Lieferanten von Sonnenenergie dienen werden.
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Wirtschaft
06.07.2009
Hochwillkommen
Das «manager magazin» schreibt über „Die Retter aus dem Morgenland“
Natürlich ist auch dem renommierten «manager magazin» nicht entgangen, dass die arabische Welt - zumindest wirtschaftlich - näher rückt und somit arabische Relevanz zunimmt. In der aktuellen Ausgabe verwöhnt es seine Leser mit einer ganzen Titelstory dazu.
Passend zum Arabisch-Magazin-Artikel vom 30.06.2009 (Gigantomanien und Beinahe-rettungen) konzentriert sich das «manager magazin» in seiner Titelstory ganz auf genau dieses Thema: Teile der deutschen Industrie warten durstig auf die, welche die Ausgabe in Ihrem Titel nebst einem eindrucksvollen Titelbild mit einem besonderen Ausdruck ehrt: „Die Retter aus dem Morgenland“. Chefredakteur Arno Balzer meint dazu im Editorial: „Angesichts der klammen deutschen Staatsfinanzen haben womöglich die Manager mehr Erfolg, die an den Persischen Golf pilgern. Eine neue Generation von
arabischen Investoren macht sich auf, Firmenanteile zu übernehmen oder gleich
ganze Unternehmen zu kaufen. Besonders aktiv sind die Golf-Emirate Abu Dhabi und Katar. Ob Daimler, Porsche oder MAN Ferrostaal – die milliardenschweren Fonds sind hochwillkommen angesichts ausgedörrter Kapitalmärkte.“
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