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Kultur
13.04.2009

Ein großes Herz für Arabien

Arabisches gehört zum Trend
Dem Zauber des Orientalischen und Arabischen konnten selbst die vielen turbulenten Ereignisse der letzten Jahre wenig anhaben.
Zumindest behält die Vernunft bei den Menschen im Westen insofern die Oberhand, als dass sie sich nicht von Vorurteile schürenden Tendenzen haben verrückt machen lassen. Dafür gibt es viele Indizien, und zwar nicht nur, dass erstmals ein US-Präsident mit orientalisch-muslimischem Hintergrund gewählt worden ist. Auch kleine Dinge zeigen immer wieder, dass die Liebe zum Orientalischen und Arabischen in den Herzen der Menschen nach wie vor wach ist: Arabische Schriftzüge und Ornamentik zieren mittlerweile die Sweat-Shirts vieler junger Leute, Hennabemalung erfreut sich einem in den letzten Jahren deutlich gewachsenen Interesse, und nicht zu vergessen ist die Begeisterung für das indisch-arabeske Bollywood-Kino. Unter Jugendlichen gibt es neuerdings einen um sich greifenden Trend, der ebenfalls die Sympathie für arabische Kultur im Westen dokumentiert: Die Wasserpfeife (Leider ungesund, darum lieber nicht!). Arabisch zu lernen ist also auch in dieser Hinsicht ein Abenteuer: Es kann im Umfeld sowohl von Vorurteilen bewölktes Stirnrunzeln auslösen als auch für glänzende Augen und eine Hebung des Prestiges sorgen. Am besten ist daher, man sagt sich bei den Stirnrunzlern „Jetzt erst rec0ht!“, und genießt beides...


Wirtschaft
12.04.2009

Hilfe, wir werden Arabisch!

Die Teil-Arabisierung der deutschen Wirtschaft
Ausgerechnet in diesen wirtschaftlich angespannten Zeiten haben Arabischlernende gut lachen. Denn sie erblicken in den derzeitigen Entwicklungen auf der Welt ein leuchtendes Zeichen nach dem anderen, das ihnen bewusst macht, dass sie sich nicht nur eine kulturell und ästhetisch faszinierende Sprache, sondern auch ein verheißendes Stück Zukunft aneignen.

Es nicht einmal nötig in die exotische Ferne zu schweifen, um die Zukunftsträchtigkeit des Arabischen zu spüren. So mancher Fabrikarbeiter mitten in Deutschland kann ein Liedchen davon singen, wie das mittelständische oder große Unternehmen seines Arbeitsplatzes Geschäftsbesuche von Investoren aus den Golfstaaten bekommt und deren Rundgänge in den Produktionsstätten vor Ort natürlich nicht ausbleiben - so dass Chefs kurz vor solchen Besuchen hektisch und händeringend nach Orientalen in der Belegschaft suchen, die mit dem hohen Besuch ein arabisches Wörtchen wechseln könnten. Letzterer beherrscht meist zwar Englisch, aber es ist ja bekannt, wieviel Eis man in der arabischen Welt mit ein paar Brocken Arabisch brechen kann.

Sogar brandaktuell ist die von der deutschen Bevölkerung und Politik interessanterweise nicht ohne Wohlwollen registrierte gewisse „Arabisierung“ von Teilen der deutschen Wirtschaft: Die Verhandlungen um einen Einstieg des Golfemirats Abu Dhabi bei Opel laufen auf Hochtouren, und NRW-Ministerpräsident kommt aus dem Rühren der Werbetrommel hierfür kaum heraus. Und seit Kurzem freut sich auch ein Wahrzeichen der deutschen Automobilindustrie, „arabischer“ als je zuvor geworden zu sein: Daimler.

Welchen Widerhall die ökonomische Arabisierung in den Medien findet und was es noch so Interessantes in diesem Zusammenhang zu berichten gibt, sei wenigstens im Ansatz an einigen Nachrichtenlinks gezeigt:

Während die traditionellen Währungen täglich vom Abrutschen in Richtung Wertlosigkeit bedroht sind und alternative Anlageformen wie z.B. Edelmetalle nicht ohne Risiken sind (nicht zuletzt für Leib und Leben), erweisen sich Wissen und Fähigkeiten somit, neuerdings besonders im Bereich der arabischen Sprache, als ein wichtigeres Kapital als je zuvor.



Wirtschaft
02.04.2009

Karriereturbo Arabisch – aber wie?

Gute Arabischkenntnisse in berufliche Vorteile verwandeln
Wie könnte sich Arabisch beruflich am besten verwerten lassen? Gerade für werdende Berufsanfänger spielt diese Frage eine Rolle. Guter Rat muss hier aber nicht teuer sein.

Es ist mittlerweile unstrittig, dass die Ergänzung einer beruflichen Ausbildung durch gute Kenntnisse der arabischen Sprache dem Profil eines gebürtigen Europäers einen kräftigen Glanz verleihen kann. Wer die arabische Sprache aus beruflichen Gründen gewählt hat, wird meist wissen, warum er sich für sie entschieden hat. Andere dagegen haben berufliche Einsatzmöglichkeiten nur diffus im Sinn gehabt oder sich zunächst sogar einfach wegen der Schönheit dieser Sprache oder aus Liebe zu der überaus interessanten arabischen Kultur für sie entschieden und möchten aus ihren Kenntnissen den maximalen Vorteil ziehen und fragen sich: Wie könnte sich Arabisch beruflich am besten verwerten lassen? Gerade für werdende Berufsanfänger spielt diese Frage eine Rolle. Darum ein paar Tips, welche die enormen Möglichkeiten bereits ein wenig erahnen lassen: Wonach oft angefragt wird, sind Übersetzungstätigkeiten, sowohl mündlich als auch schriftlich. Übersetzungsbüros sind also ein Stichwort, aber auch die Selbstständigkeit als Freie(r) Übersetzer(in). Mit Praktika bei staatlichen oder übernationalen Organisationen (Amnesty International, UNO etc.) lassen sich sicher auch Kontakte zur Diplomatie knüpfen, wo die Stichwörter Übersetzung und Dolmetschen ebenfalls eine große Rolle spielen.

Auch in den Medien sind Journalisten mit Arabisch-Kenntnissen gefragt. Der Spiegel-Online-Redakteur Yassin M. beispielsweise ist damit schon weit gekommen, obwohl ein Großteil seiner Beiträge Zusammenfassungen von Diskussionen in politisch relevanten arabischen Internetforen sind. Aber außer ihm kann in der Spiegel-Redaktion eben keiner in den konspirativen Online-Treffs mitlesen. Oder: Vor einiger Zeit hatte der BND eine große Stellenausschreibung, in der Arabisch-Kenntnisse groß geschrieben wurden. Ähnlich wird es wohl beim Verfassungsschutz sein. (Ob die entsprechenden Tätigkeiten moralisch okay sind, ist natürlich eine andere Frage.) Und in der Wirtschaft kommen alle Firmen in Frage, die in arabischen Ländern aktiv sind oder arabische Geschäftspartner haben. Und das sind unzählbar viele. Vielleicht helfen folgende Links dabei, entsprechende Kontakte zu knüpfen:

Was man nicht vergessen sollte: Sprachen sprechen allein reicht natürlich in vielen Fällen nicht, sondern sollte eher eine zusätzliche Fähigkeit zu einer Hauptqualifikation darstellen. Hier kann man dann aber fast beliebig kombinieren: Der arabischsprechende Jura-Absolvent, der sich als Anwalt auf Ausländerrecht spezialisiert; der Hausarzt, der seinen Patientenkreis durch seine Beliebtheit bei der arabischstämmigen Bevölkerung erweitert; der Informatiker, der Betriebssystemkomponenten ins Arabische übersetzt, oder, oder, oder…