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Arabisch lernen
10.05.2009

Das richtige Alter zum Arabischlernen

Rentenalter bietet große Vorteile - früh anfangen ist trotzdem besser
Dafür, dass man auch in hohem Alter noch erfolgreich eine Fremdsprache erlernen kann, gibt es viele wandelnde Beispiele. Hingegen fühlt sich so mancher schon mit 35 Jahren zu alt zum Lernen. Andere wiederum schieben die Erfüllung ihres Traums Jahrzehnte lang vor sich her. Was ist das richtige Alter, um Sprachen zu lernen?
Auf diese Frage ist eine eindeutige Antwort weniger möglich, als man denkt. Aus neurobiologischer Sicht ist zwar klar, dass junge Menschen unter 30 beim Sprachenlernen z.B. Rentnern gegenüber klar im Vorteil sind. Allerdings wäre eine Beschränkung auf die neurobiologische Sicht etwas einseitig. Denn wenn auch die Lernprozesse älterer Menschen langsamer voranschreiten, so ist nicht nur festzuhalten, dass sie immerhin voranschreiten, sondern auch, dass sie den Geschwindigkeitsunterschied wettmachen können: Rentner haben oftmals mehr Zeit und Ruhe zum Lernen, gehen an die Sache entspannter heran, erleben Lernerfolge bewusster und haben mit der neuen Sprache so vielleicht auch eine noch größere Freude. – Das „richtige Alter“ zur Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit durch das Lernen einer neuen Sprache ist also irgendwie „fast immer“. Und gleichzeitig gilt besonders für jene, welche die Fähigkeit des jungen Hirns nutzen wollen, die Beherrschung einer neuen Sprache bis in die Nähe muttersprachlicher Qualität zu treiben: Je früher, desto besser.


Arabisch lernen
03.05.2009

Arabisch lernen und behalten

Ist mein Hirn für Arabisch gut genug?
Arabisch für Europäer ist nicht schwieriger als Deutsch oder Französisch für Nicht-Europäer zu lernen. Dennoch fragt sich vielleicht jeder während des Lernens einer Fremdsprache, ob sein Gedächtnis denn überhaupt leistungsfähig genug dafür ist. Immerhin besteht jede Sprache unter Anderem aus einer riesig scheinenden Masse an Begriffen. Man kann aber beruhigt weiter lernen.

Psychische Lernhemmungen aus dem Weg zu räumen, gehört zum Lernen dazu. Eine der psychisch zu wirksamen, jedoch falschen Annahmen ist, das Hirn könne irgendwann im Leben "voll" sein, so dass nichts mehr hineinpasse. Doch das Gegenteil ist der Fall: Je weniger man das Hirn an das Lernen gewöhnt, desto weniger passt hinein. Wie bei einem Luftballon, in dem es ein winziges Luftlöchlein gibt: Je weniger man hineinpustet, desto weniger Volumen hat er!

Natürlich gilt, dass Lernen wie das Rudern gegen einen leichten Strom ist – wenn man das Rudern unterbricht, treibt man zurück. Jeder weiß: je länger eine totale Lernpause, desto schwieriger das Wiederanknüpfen an das bisher Gelernte. Dass es aber nie völlig zu spät ist, das Lernen auch nach einer sehr langen Pause wiederaufzunehmen, zeigen aktuelle Ergebnisse der Hirnforschung. Diese zeigen, dass etwas, worüber im Gedächtnis Gras gewachsen ist, nicht wirklich verschwunden ist: Zum Artikel



Arabisch lernen
28.04.2009

Keine falsche Scham

Ein wichtiger Tipp für Arabischlernende
Erfolgreiches Lernen hat auch charakterliche Voraussetzungen. Nicht nur Ehrgeiz, sondern auch Mut gehört dazu - besonders der Mut, alle Fragen vorzubringen.

Ein arabische Weisheit sagt: ithnâni lâ yata€allamâni -. al-mustaHî wa al-mustakbir. Zu deutsch: „Zwei Leute lernen nicht - der Schamerfüllte und der Hochmütige.“ Oder im Sesamstraßen-Jargon: Wer nicht fragt, bleibt dumm. Zusätzlich zum Refrain des Sesamstraßen-Vorspanns nennt der arabische Spruch also den Grund dafür, warum jemand nicht mit dem Lernen nicht weiterkommt: Der eine schämt sich, seine Wissenslücke mit der Frage zuzugeben, der andere ist zu arrogant dafür. Das Problem ist, dass es mit schweigendem Aufnehmen von Wissen nicht immer getan ist. Denn Wissen baut oft auf vorhandenem Wissen auf, und wenn jemand seine Wissens- und Erinnerungslücken nicht durch gezieltes Nachfragen rechtzeitig stopft, bei dem kommen im Laufe der Zeit regelrechte Wissenslöcher zusammen, in die passiv aufgenommene neue Informationen nur noch auf Nimmerwiedersehen hineinfallen können.

In diesem Sinne sei jedem/-r Lernenden und Studierenden wärmstens empfohlen, sich selbst stets nach Lücken zu „scannen“ und die diesbezüglichen Fragen zu notieren, um sie in der jeweils nächsten Stunde stellen zu können. Die Tonaufnahmen der Sitzungen sind eine sehr nützliche Einrichtung, doch am effektivsten sind sie, wenn schon in der eigentlichen Sitzung das Thema verstanden worden ist. Jeder Dozent und Lehrer erklärt mal eine Sache suboptimal, darum dürfen Sätze wie „Das habe ich nicht verstanden“ ruhig viel öfter vorkommen. Unterbrechungen wegen Fragen sind immer willkommen, und auch die zum hundertsten Mal gestellte Frage ist immer noch eine gute Frage.